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Enissa Amani

Enissa Amani wurde als Tochter eines persischen Literaturprofessors und einer Ärztin in Teheran geboren. Da ihre sozialistisch eingestellten Eltern politisch verfolgt wurden, floh die Familie 1985 aus dem Iran nach Frankfurt am Main.

 

Die Deutsch-Perserin bezeichnet sich selbst als "Vollblut-Tussi mit Grips". Innerhalb eines Jahres eroberte soe die Bühnen und TV-Studios des Landes im Sturm. Ihr erstes Liveprogramm trug den bezeichnenden Titel „Zwischen Chanel und Che Guevara“.

Was Enissa so außergewöhnlich macht ist nicht der Kontrast zwischen iranischem und deutschem Background, sondern der zwischen ihrer sozialistischen Erziehung und der unausweichlichen Anziehung der materiellen Güter dieser Welt. Die Inhalte ihrer Bühnenprogramme halten dabei immer die Balance zwischen provokant-ehrlichem amerikanischem Stand-Up und deutschem Kabarett.

Geboren im Iran, geflüchtet nach Deutschland und angekommen in der Welt widmet sich Enissa Amani den großen Fragen dieser Welt: Absätze oder Hauptsätze, elitepartner.de oder doch lieber Zwangsheirat, und warum wird selbst im Europa des 21. Jahrhunderts hübschen Frauen automatisch der Intellekt abgesprochen? In „Zwischen Chanel und Che Guevara“ findet die Tochter eines politisch verfolgten Literaten und einer Ärztin intelligent-komische Parallelen zwischen Nietzsches Philosophie und Kim Kardashians Arsch. Zwischen Anti-Kapitalismus und Modetipps. Zwischen Gangsterrap und der iranischen Opposition. Und sie erklärt uns, warum Nasen-OPs den Neoliberalismus widerlegen.

„Die persische Volker Pispers mit Marilyn Monroes Kleid“ bringt die Verwirrtheit ihrer Generation auf die Bühne und hat nicht mal den Anspruch, diese Verwirrung aufzulösen. Frei nach dem Motto: „Doppelmoral ist das neue Schwarz und alles ist gut solange wir WLAN haben.“